Anlegestelle: Civitavecchia Port, Berth 12

Ein erster Blick

Civitavecchia, mit seinem fast 2000 Jahren alten Hafen liegt 69 Kilometer von Rom entfernt und ist idealer Ausgangspunkt Italiens Hauptstadt einen Besuch abzustatten.Mit dem Zug (12 €) kann man Rom in einer Stunde erreichen. Da wetterbedingt unsere Liegezeit in Civitavecchia verkürzt wurde, entscheiden wir uns für den Ausflug ‘Rom auf eigener Faust – Ausstieg im Stadtzentrum.’

Unweit der Piazza del Popolo werden wir vom Bus abgesetzt. Der Reiseführer begleitet die Gruppe auf die Piazza und macht uns mit dem Ticketverkäufer des Hop-on-Hop-off Busses bekannt bevor er sich von uns verabschiedet. Wir haben sechs Stunden Zeit Rom zu erobern. Zuerst überqueren wir den Platz und tauchen ein in die wohl berühmteste Einkaufsmeile Via del Corso. Große Modeketten und Kaufhäuser sind in ehemaligen Palästen untergebracht. Dazwischen findet man auch kleine Boutiquen, Luxus-Designer und Billigdiscounter. Für jeden etwas dabei. Die Straße führt durch die römische Altstadt (1,6 Km) bis zur Piazza del Venezia. Später mehr dazu. Zuerst machen wir rechts einen Abstecher auf die Piazza Colonna mit seiner sehenswerten Mark-Aurel-Säule. Kleiner Tipp: links befindet sich die Galleria Alberto Sordi – eine tolle Kulisse – die auch Shoppingmuffel begeistert. Wir folgen einfach den vielen Touristengruppen und stehen nach 500 Metern vor dem Pantheon, einem Heiligtum allen Göttern geweiht. Nicht abschrecken lassen von der Warteschlange. Da der Eintritt frei ist geht es recht schnell. Ist man schließlich im Inneren angekommen und blickt nach oben in die größte freitragende Betonkuppel mit der neun Meter großen Öffnung direkt in den Himmel, sind das die ‘Gänsehaut-Momente’ die man um nichts auf der Welt vermissen möchte. Weiter folgen wir den Wegweisern zum Piazza Navona ins barocke Rom. Der Platz weißt noch die Form des antiken Stadions auf, das einst hier stand. Heute laden die vielen Cafés und Restaurants zur Verschnaufspause ein. Ein Hingucker sind die drei Brunnen. Wir verlassen den Platz über die Via della Cuccagna und biegen am Ende links in den Corso Vittorio Emanuele. Dort werfen wir einen Blick in die Basilica Sant’Andrea della Valle mit der drittgrößten Kuppel der Stadt. Sehenswert ist die goldene Decke mit den Malerei. Opernfans kennen die Kirche aus dem ersten Akt der ‘Toscana’.  Ein paar Meter weiter befindet sich rechter Hand der Largo di Torre Argentina, eine Ausgrabungsstätte der vier Heiligtümer der Area Sacra. Folgt man der Straße landet man auf der Piazza del Venezia. Gegenüber thront das gigantische Denkmal Monumento a Vittorio Emanuele II mit dem liebevollen Spitznamen ‘Schreibmaschine’. Links beginnt die Via dei Fori Imperiali. Betritt man diese Straße fühlt man sich gleich ins antike Rom versetzt und weiß jetzt von was unser Lateinlehrer gesprochen hat. Die Überbleibsel lassen erahnen wie hier gehandelt, politisiert und Geschichte geschrieben wurde. Krönender Abschluss bildet eins der neuen sieben Weltwunder – das antike Amphitheater – Kolosseum. Noch heute beeindruckt das architektonische Meisterwerk, das im Mittelalter leider als Steinbruch missbraucht wurde. Hinter dem Nerva-Forum (Via Tor de Conti – Salita del Grillo – Via Ventiquattro Maggio – Via del Quirinale) starten wir den Aufstieg auf den Quirinal, einen der sieben Hügel Roms. Oben angekommen stehen wir vor dem Quirinalspalast, früher Sommerresidenz der Päpste, heute Dienstsitz des Staatspräsidenten. Der Abstieg erfolgt über die Treppe (Via della Dataria – Via di S. Vincenzo) und wir machen uns auf den Weg zum Fontana di Trevi, ein richtiger Touristenmagnet. Wirft man eine Münze über eine Schulter in den Brunnen, ist die Rückkehr nach Rom garantiert. Jeden Morgen werden bei Reinigungsarbeiten rund 3000 Euro aus dem Brunnen gesammelt. Der Touristenpfad führt uns weiter zur Spanischen Treppe, die ihren Namen der Piazza di Spagna verdankt. (Via in Arcione – Via del Traforo – Via dei Due Macelli) Eigentlich heißt sie Scalinata di Trinita dei Monti und wurde vom französischen König als Zugang zur Kirche erbaut. Heute ist es für jeden Touristen ein Muss, einmal auf der Spanischen Treppe gesessen, mit einem Eis in der Hand, die besondere Atmosphäre in sich aufzunehmen. Wer sich die Mühe macht die Treppe empor zu steigen wird mit einer tollen Aussicht auf Rom belohnt. Für den perfekten Blick folgt man links der Via Trinita dei Monti und landet auf der Panoramaterrasse der Piazza Napoleone. Hier befindet sich auch der Eingang zur Parkanlage und der Villa Borghese. Zu unseren Füßen liegt die Piazza del Popolo. Für uns schließt sich der Kreis. Ein bisschen treppabwärts und da steht auch schon unsere Reisegruppe. Vom Bus aus noch einen letzten Blick auf Rom erhaschen, bevor es mit vielen neuen Eindrücken wieder nach Civitavecchia aufs Schiff geht.

Sehenswürdigkeiten

Piazza del Popolo

Via del Corso

Mark-Aurel-Säule auf der Piazza Colonna

Pantheon

Basilica Sant’ Andrea della Valle

Largo di Torre Argentina

Piazza Venezia

Via dei Fori Imperiali

Zum Trevi-Brunnen

Fontana Trevi

Spanische Treppe – Scalinata di Trinita dei Monti

Via Trinita dei Monti zur Piazza Napoleone