Anlegestelle: Cobh Cruise Terminal

Ein erster Blick

Cobh – eine kleine irische Hafenstadt, Sprungbrett für 2,5 Millionen Auswanderer in die neue Welt, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Cove ( kleine Bucht) zu Ehren des Besuches der Queen in Queenstown umbenannt. Anfang des 20. Jahrhunderts erlangten die Iren ihre Unabhängigkeit zurück und tauften das Städtchen Cobh.

Nach dem Anlegen drehe ich gerne ganz oben auf dem Schiff meine Runde, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Vor mir glitzern die fröhlich-bunten Häuser verführerisch im Sonnenschein. Man bekommt richtig Lust das Städtchen näher zu erkunden. Vor dem Schiff treffen wir auf Annie Moore und ihre Brüder. Die Statue steht für die vielen irischen Auswanderer, die vor der Hungersnot nach Amerika flüchteten. Die 15 jährige Annie Moore war die erste Immigrantin, die über Ellis Island nach New York einwanderte. Auch hier findet man ihr zu Ehren eine Statue. Wer die Geschichte der Auswanderer weiter vertiefen möchte, kann nebenan im ehemaligen Bahnhof die Ausstellung ‘The Queestown Story‘ besuchen. Im Eingangsbereich findet man einen leuchtend grünen Souvenirshop, der so herrlich jedes Klischee von Irland bedient. Vor dem Gebäude steht ein kleiner Bus für eine Stadtrundfahrt bereit. Geht man geradeaus die steile Treppe hinauf, gelangt man zum Cobh Museum, dies ist zuständig für die Stadtgeschichte. Direkt hinter dem alten Bahnhof liegt der neue Bahnhof. Für 10 Euro fahren stündlich Züge ins sehenswerte Cork. Wir laufen erst einmal rechts parallel zum Wasser und erreichen nach einem kleinen Spaziergang die Promenade. Angrenzend, der Präsident John F. Kennedy Gedächnis Park mit seinem Musikpavillon, Skulpturen und Spielplatz lädt zum Verweilen ein. Gleich nebenan das ‘Titanic Experience‘, ein interaktives Museum rund um das letzte Auslaufen und das Leben an Bord der Titanic. Der Eintritt kostet 9,50€ und für 17,00€ gibt es eine Stadtführung dazu. Wir schlendern weiter am Wasser entlang vorbei an kleinen Segelbooten, einem Fähranleger, dem ehemaligen Rathaus und vielen hübschen bunten Häusern. Am Ortsausgang befindet sich der Titanic Memorial Garden mit Blick auf die letzte Anlegestelle der Titanic. Von den 123 Passagieren, die in Cobh an Bord gingen, starben 79 Menschen bei dem Unglück. Ihre Namen findet man auf einem Denkmal aus Glas im Mittelpunkt des Gartens. Weiter geht’s über den Harbour Hill zur Sankt-Colman-Kathedrale. Einmalig in Irland ist das Glockenspiel mit seinen 49 Bronze Glocken. Vor der Kathedrale hat man einen Top Panoramablick über die Dächer der Stadt und den Hafen. Unterhalb der Kathedrale führt eine Treppe hinab durch urige Gässchen Richtung Wasser. Wer will, findet hier ein sonniges Plätzchen, um entspannt ein irisches Bier zu probieren und den Straßenmusikern zu lauschen. Da noch genug Zeit bleibt beschließen wir die ‘Sightseeing Bus Tour‘ auszuprobieren. Dort angekommen teilt man uns leider mit, das die letzte Tour um 14.00 nicht mehr stattfinden würde. So schnell kommt man an einen entspannten Nachmittag auf dem Schiff. Um 18 Uhr heißt es wieder ‘Sail Away’  mit dem Besten Blick auf Cobh, dass sich wunderschön im Abendlicht spiegelt.

Hier findest du einen Stadtplan von Cobh (PDF).

Sehenswürdigkeiten

Bahnhof

Promenade mit John F. Kennedy Memorial Park

Immer am Wasser entlang

Titanic Memorial Garden in Cobh

Sankt-Colman-Kathedrale

Sail Away